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Julia Knapp
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julia_knapp_literatur_buehne

Literatur als Erlebnis | Zürich
Novitätenschauen, Moderationen, szenische Lesungen
für Bibliotheken & Kulturinstitutionen

Hast Du Dir schonmal überlegt, wem deine Bewunderu Hast Du Dir schonmal überlegt, wem deine Bewunderung eigentlich wirklich gelten sollte? Genau darum geht es in „Der gute König“ - wer hat das, was wir toll finden, eigentlich wirklich erschaffen? 
Fansi ist gelernter Handwerker und gerät über einen Auftrag in einer Werkstatt bei Frankfurt mitten hinein in den grossen Kunstbetrieb: Er baut ein Werk von Jeff Koons mit, einen riesigen Blumenstrauss aus Metall, der an die Terroropfer von 2015 in Paris erinnert, und reist am Ende sogar selbst dorthin, um es aufzustellen. Tausende Arbeitsstunden von ihm und seinen Kollegen stecken in diesem Kunstwerk. Bekannt wird am Ende trotzdem nur ein einziger Name - der des Künstlers. Der das riesige Objekt nie hätte selbst bauen können, weil er das Handwerk nicht beherrscht.

Leonhard Hieronymi erzählt ausgesprochen süffig und flüssig von den beiden Seiten dieser Welt. Man folgt Fansi von der ersten Seite an gern, er ist ein zutiefst sympathischer Protagonist. Das Buch ist eine Milieustudie, die witzig und traurig zugleich ist und die, allein schon wegen der eigenen Biografie des Autors, ziemlich nah an der Realität sein dürfte. Ein Buch, das grosse Fragen stellt, ohne je schwer zu wirken. Leicht gelesen, unterhaltsam, und trotzdem nie platt. Lest es, es macht Spass! @hoffmannundcampeverlag #lesetipp #bookstagram #buchliebe❤📖
Herzliche Einladung! Es würde mich freuen, dich be Herzliche Einladung! Es würde mich freuen, dich bei der ein oder anderen Veranstaltung begrüssen zu dürfen! #literaturaufderbühne #leseliebe #buchveranstaltung
Wer kennts? 😅#buchmenschen @buchbon.ch #lesenistli Wer kennts? 😅#buchmenschen @buchbon.ch #lesenistliebe
Ihr Grossvater wollte einst nach Amerika auswander Ihr Grossvater wollte einst nach Amerika auswandern, wurde dann aber doch Elektriker in Unterfranken. Ihre Grossmutter sammelt Katzen und Puppen. Die beiden zanken wie Laurel und Hardy, und doch hält ihre Liebe siebenundfünfzig Jahre.

Die Dialoge ihrer Grosseltern, oft im unterfränkischen Dialekt, sind urkomisch. Wenn die Kirchenglocken läuten, weiss die Grossmutter sofort: „Oje! Widder aaner gschdorbe!“ Auch wenn ich oft Tränen lachen musste, verhandelt das Buch ernste Themen:  das Älterwerden natürlich, aber vor allem das alt sein, mal auch mit Demenz, das Abschiednehmen, um das, was bleibt, wenn alles andere verschwindet.
Alexandra Stahl schreibt autofiktional, aber sie seziert nicht sich selbst, sondern ihre Mitmenschen, zuerst die Grosseltern und die Dorfgemeinschaft, dann die Bewohner:innen eines Berliner Altenheims, in dem sie seit vielen Jahren eine wöchentliche Gesprächsrunde anbietet. Frau Bellmann, die Wasserratte vom Werbellinsee. Herr Uhlig, der mit der dänischen Königin Schach spielen will. Frau Schubert mit ihrem scheuen Lächeln.
Ich war sehr berührt davon, wie respektvoll Stahl ihre Grosseltern und die Menschen im Altenheim darstellt, ihnen eine Bühne bietet, ohne sich über sie zu stellen oder zu werten. Katja Oskamp, die Autorin von „Marzahn mon amour“, hat ein Blurb beigesteuert, und das passt: dieselbe Zärtlichkeit, derselbe Respekt.

Ob das nun ein Roman ist? Es sind einzelne Episoden und Sequenzen. Es ist ein einheitliches und zusammenhängendes Buch, aber ein Roman? Wie auch immer man es nennt: extrem lesenswert, mit überraschenden Blicken aufs Alter. Grosse Lese-Empfehlung! @claassenverlag @ullsteinbuchverlage #lesetipp #frauenlesen #grosseltern
Wenn eine Flasche Sekt die einzige angemessene Rea Wenn eine Flasche Sekt die einzige angemessene Reaktion ist ...
Ich wurde in die Literaturkommission der Stadt Zürich berufen. Und ja: Darum juble ich mich. Laut!
Ich freue mich riesig über das Vertrauen und darauf, mich künftig noch stärker für die Literatur in dieser Stadt einzusetzen. Zwischen Büchern, Veranstaltungen, Festivals, Moderationen und Literaturvermittlung ist das für mich eine ziemlich wunderbare neue Aufgabe.

Also: Flasche auf. 🥂

#Literatur #Zürich #Literaturkommission #Literaturvermittlung #Kultur Buchbranche
Ein ganzes Jahrhundert erzählt dieser intime Roman Ein ganzes Jahrhundert erzählt dieser intime Roman über eine Familie aus dem Banat, von Neuanfängen, Heimat, Freundschaft und Liebe. 

Im Mittelpunkt steht Samuel, den wir in sieben Kapiteln durch die Augen je einer anderen Figur erleben – in den Kindheitsjahren durch Eltern und Grosseltern, später durch Freunde und Kollegen. Diese in sich geschlossenen, aber miteinander verwobenen Kapitel fügen sich wie die Teile eines Kaleidoskops zu einem grossen Ganzen, einem schillernden Bild, das man aber nie in Gänze zu fassen bekommt –  so wie auch wir unsere Gegenüber niemals ganz erfassen können. 

Das Erleben von Krieg, Diktatur, Flucht und dem Ende des Kommunismus erzählt Iris Wolff nicht als Historie, sondern als persönliche und menschliche Erfahrung – und das in einer so sinnlichen, leuchtenden Sprache, dass mir beim Lesen immer wieder der Atem stockte. Defintiv eines meiner Herzensbücher! @autorin_iris_wolff @klettcottaverlag  #lesetipp #buchliebe❤📖 #frauenlesen
Vier Aussenseiter, geklautes Drogengeld, ein abgel Vier Aussenseiter, geklautes Drogengeld, ein abgelegenes Haus in Texas – und ein Gepard: Schon das Setting von Jardine Libaires «Dein Herz, ein wildes Tier» ist so ungewöhnlich, dass ich unbedingt wissen wollte, wohin diese Geschichte führt.
Staci und Ray, ein abgehalftertes Paar aus dem Drogenmilieu, der rothaarige Rocker Ernie und die taube junge Coral fliehen nach einer Explosion mit 10’000 Dollar nach Texas. In einem heruntergekommenen Haus versuchen sie, sich vor der Polizei und ihrem ehemaligen Drogenboss zu verstecken. Und ausgerechnet dort, am Ende der Welt, passiert etwas, womit keiner von ihnen gerechnet hat: Diese vier Menschen, die vom Leben nicht gerade verwöhnt wurden, werden langsam zu einer Familie.
Dabei ist das kein sentimentaler Wohlfühlroman. Es wird gestritten, getrunken, gelogen und mit krummen Geschäften Geld verdient. Und dann kommt auch noch ein verwahrloster Gepard ins Haus, zu dem ausgerechnet Coral eine ganz besondere Beziehung entwickelt. Libaire erzählt diese ziemlich wilde Geschichte erstaunlich ruhig und richtet den Blick vor allem auf ihre Figuren: auf ihre Verletzungen und Sehnsüchte, auf Loyalität, Liebe und die Frage, was Menschen füreinander sein können, wenn sonst niemand mehr da ist.
Der Schweizer Literaturkritiker Charles Linsmayer zieht sogar eine Verbindung zu Carson McCullers‘ «Das Herz ist ein einsamer Jäger»: Seit McCullers habe kaum ein amerikanischer Roman aus einer so ungleichen Gruppe von Menschen eine derart innig verbundene Gemeinschaft entstehen lassen. Ein grosser Vergleich – aber ich verstehe, warum er ihn zieht.
Mich hat dieser Roman fasziniert und ich bin sehr drangeblieben. Vielleicht gerade, weil diese Figuren und ihr Leben so weit von meiner eigenen Welt entfernt sind und Libaire sie trotzdem nie zu skurrilen Aussenseiterfiguren ausstellt. Ein rauer, eigenwilliger und gleichzeitig erstaunlich zärtlicher Roman über Menschen am Rand – und darüber, wie unverhofft Zugehörigkeit entstehen kann. Vor allem aber: ganz anders als alles, was ich in letzter Zeit gelesen habe. @diogenesverlag @jardinelibaire #lesetipp #frauenlesen
Vier Bücher. Mehr durfte ich nicht auswählen. Vier Vier Bücher. Mehr durfte ich nicht auswählen. Vier! Für eine Vielleserin wie mich ist das ungefähr so, als müsste man beim Umzug vier Bücher aus dem eigenen Bücherregal retten. 😅
Für die neue Serie „Bücher, die uns ein Leben lang begleiten“ im Orell Füssli Magazin Lesen durfte ich vier Bücher vorstellen, die mir schon lange etwas bedeuten.
Keine Neuerscheinungen. Keine Bücher, die gerade überall auftauchen. Sondern Geschichten, die geblieben sind. Bücher, zu denen man zurückkehrt, die man weiterempfiehlt oder die einem Jahre später plötzlich wieder in den Sinn kommen.
Die Auswahl ist mir entsprechend schwergefallen. Sehr schwer.
Aber: Diese vier haben es geschafft. ❤️📚
Welche Bücher begleiten dich schon seit Jahren? @orellfuessli #buchliebe #lesenistliebe #booktok #bookstagramswitzerland
Seit 45 Jahren reinigt Leonora Bloch die Villa von Seit 45 Jahren reinigt Leonora Bloch die Villa von Dr. Bronstett. Als sie ihn tot auffindet, ermordet, mit abgetrennten Händen, beseitigt sie im Schock mal jede Unordnung im Haus. Dann beginnt sie, selbst zu ermitteln. „Die Auster“ ist kein Krimi, bei dem sich die Handlung überschlägt. Yael Inokai schreibt literarisch hochwertig, mit einem feinen Blick fürs Detail. Es geht ums langsame Verstehen, um die Annäherung an eine Wahrheit, die sich erst nach und nach zeigt und vor allem auch um die Annäherung an die eigenwillige Protagonistin. Nebenbei werden grosse Themen verhandelt - Altersarmut, die Unsichtbarkeit der Dienstleistenden im Milieu der Reichen, Trauer und Verlust, Selbstbestimmung.
Dazu kommt ein Seitenstrang um die Tochter des Ermordeten, der bewusst offen bleibt. Die Autorin spielt dabei mit uns Lesenden: Am Ende wissen wir zwar, wer der Mörder ist, das wird uns aber ziemlich egal sein. Leonora findet unterwegs sehr viel mehr heraus, das der Kripo komplett entgeht. Genau das macht die eigentliche Spannung aus. Mehr wird hier nicht verraten!
Auch Leonoras eigene Lebensgeschichte fächert sich auf. Wir lernen sie kennen, ihre Armut, ihre Widerständigkeit, ihren Stolz und ihren Witz. Und verstehen langsam, wer sie ist und warum sie so ist, wie sie ist. Eine Sympathieträgerin auf den ersten Blick ist sie nicht, aber am Ende des Buches ist es schwer, sie loszulassen.
Extrem süffig geschrieben, klug beobachtet, pointiert erzählt und spannend bis zur letzten Seite. Grosse Lese-Empfehlung! @hanserberlin #lesetipp #booktok #frauenlesen
Faschismus fällt nicht vom Himmel. Er wächst – lei Faschismus fällt nicht vom Himmel. Er wächst – leise, alltäglich, aus der Mitte.

Victoria Wolff: „Gast in der Heimat“ – autobiografisch grundiert: eine deutsch-jüdische Ehe in einer schwäbischen Kleinstadt, während der Nationalsozialismus langsam alles durchdringt. So unaufhaltsam erzählt, dass einem schlecht wird. @arisverlag8424 

Leo Lania: „Land im Zwielicht“ – zwei Lebenswege, von der Ukraine bis Berlin, 1916 bis 1933. Zeigt, wie tief der Antisemitismus schon vor Hitler alle Gesellschaftsschichten durchdrungen hatte. 

Irmgard Keun: „Nach Mitternacht“ – 48 Stunden im Frankfurt von 1936, durch die Augen der 19-jährigen Sanna. Keuns Sprache: eine Wucht.

Davide Coppo: „Der Morgen gehört uns“ – kein Rückblick: Ein Junge aus gutem Haus radikalisiert sich heute, in Mailand, in einer neofaschistischen Gruppe. Erschreckend nachvollziehbar. @kjonaverlag @davcoppo 

Fred Uhlman: „Der wiedergefundene Freund“ – die Freundschaft zweier 16-Jähriger, ein jüdischer und ein „arischer“ Junge, zerbricht am Nationalsozialismus. Tieftraurig und trotzdem versöhnlich. @diogenesverlag 

Fünf Bücher, eine Frage: Wie wehrhaft ist unsere Gegenwart? Welches der fünf liest Du zuerst?
#bookstagram #buchtipp #exilliteratur #antifaschismus #lesenmachtglücklich
Ich behaupte gerne, dass ich keine Krimis lese. Un Ich behaupte gerne, dass ich keine Krimis lese. Und dann kommt Wolf Haas – und ich bin sofort wieder überzeugt, dass diese Regel eine Ausnahme braucht. Denn Haas schreibt keine klassischen Krimis. Er schreibt Romane mit einer Leiche, einem Ermittler und ganz viel Literatur dazwischen.

In Müll beginnt alles auf einem Wiener Mistplatz, wo zwischen Sperrmatratzen und ausrangierten Möbeln plötzlich ein menschliches Knie auftaucht. Nach und nach werden weitere Körperteile gefunden – allerdings allesamt falsch entsorgt, was die Müllmänner fast mehr empört als die Leiche selbst. Nur das Herz fehlt. Als der ehemalige Ermittler Simon Brenner, inzwischen selbst Müllmann, in den Fall hineingezogen wird, entwickelt sich daraus weit mehr als eine Mordermittlung.

Wolf Haas erzählt mit seinem unverwechselbaren Ton: lakonisch, hintersinnig und voller Sprachwitz. Seine Sätze scheinen oft nebenbei daherzukommen und treffen doch mit erstaunlicher Präzision. Zwischen skurrilen Dialogen, trockenem Humor und scharfen Beobachtungen entstehen immer wieder Momente, in denen man innehält und über Menschen, Moral und Gesellschaft nachdenkt.

Der Kriminalfall ist dabei fast Nebensache. Viel interessanter ist, was Haas über Schuld, Würde und den Umgang mit dem erzählt, was wir loswerden möchten – ganz wörtlich und im übertragenen Sinn. Dass der Roman trotz seines makabren Ausgangspunkts immer wieder zum Schmunzeln bringt, ist eine Kunst, die nur wenige beherrschen.

Wer Spannung sucht, wird sie finden. Wer Literatur sucht, erst recht. Müll ist ein kluger, witziger und sprachlich virtuoser Roman, der zufällig auch einen Mord aufklärt. @hoffmannundcampeverlag #lesetipp #bookshelf #booktok
Alarm! Hier wird Rösti in den Kaffee getrunkt! Die Alarm! Hier wird Rösti in den Kaffee getrunkt! Die Idee habe ich natürlich aus einem Buch! Ich kann sowas einfach nicht lesen, ohne dann überprüfen zu wollen, wie es schmeckt. Wozu hat dich ein gutes Buch schon mal gebracht? #buchliebe #lesenistliebe #booktok #buchliebe❤📖 @nagel_und_kimche @buchbon.ch
Kann man sich in jemanden verlieben, weil man sich Kann man sich in jemanden verlieben, weil man sich die Miete allein nicht mehr leisten kann?
Mit dieser ebenso unbequemen Frage spielt Jo Cheetham in ihrem Debüt Love and Rent – und dreht dabei die klassische Liebeskomödie auf links. Hannah ist Anfang dreissig, chronisch knapp bei Kasse und überzeugt, dass kein Mann ihr Leben retten muss. Als sie den wohlhabenden Oscar kennenlernt, springen keine Funken. Obwohl viele rote Flaggen munter wehen, fühlt sie sich in seiner gediegenen Welt wohl. Es lockt sie ein warmes Cottage und die Aussicht, sich nicht mehr jeden Monat um die Miete sorgen zu müssen. Und irgendwie mag sie ihn ja dann doch.
Was wie der Auftakt einer romantischen Komödie klingt, entwickelt sich zu einer klugen Geschichte über finanzielle Abhängigkeit, Selbstbestimmung und die Frage, welche Kompromisse wir aus wirtschaftlicher Not eingehen. Hannah ist eine wunderbar glaubwürdige Protagonistin: schlagfertig, widersprüchlich und entschlossen, ihr Leben trotz aller Schwierigkeiten selbst in die Hand zu nehmen.

Jo Cheetham verbindet pointierten Humor mit überraschend bissiger Gesellschaftskritik. Wohnungsnot, prekäre Lebensverhältnisse, schwierige Familienbeziehungen und weibliche Selbstbestimmung werden mit leichter Hand erzählt, ohne je belehrend zu wirken. Dazu kommt ein ziemlich skurriles Figurenensemble, das immer wieder für echte Lacher sorgt.

Love and Rent erinnert tatsächlich an Bridget Jones – allerdings für eine Generation, die nicht nur nach der grossen Liebe sucht, sondern auch nach einem selbstbestimmten Leben.
Ein kluger, witziger und zeitgemässer Roman, der beweist, dass die wichtigste Liebesgeschichte manchmal die zu sich selbst ist. @klettcottaverlag #frauenlesen #buchliebe❤📖 #lesetipp
Was soll man denn machen, wenn der Supermarkt schl Was soll man denn machen, wenn der Supermarkt schliesst, bevor man das Buch zu Ende gelesen hat? Jetzt mal ehrlich! #buchliebe #lesenistliebe #booktok #lesejunkie #buchliebe❤📖
Kannst Du das: in der Bahn lesen, dann aussteigen, Kannst Du das: in der Bahn lesen, dann aussteigen, weil Du halt da bist, aber nicht weiterlesen, obwohls gerade so spannend war? Also ich kann das jedenfalls nicht. #buchmenschen #wasmitbüchern #lesenmachtglücklich📖😍
Donatella Di Pietrantonio gelingt etwas Seltenes: Donatella Di Pietrantonio gelingt etwas Seltenes: Sie verbindet die Spannung eines Kriminalromans mit der sprachlichen Dichte grosser Literatur. Die zerbrechliche Zeit erzählt von Gewalt und ihren langen Schatten, vor allem aber davon, wie Traumata über Generationen hinweg nachwirken.

Im Mittelpunkt steht Lucia, eine Physiotherapeutin in einem abgelegenen Dorf der Abruzzen. Als ihre Tochter Amanda nach einem Studium in Rom plötzlich verstummt, sich zurückzieht und jede Nähe verweigert, spürt Lucia, dass etwas Schreckliches geschehen sein muss. Während sie verzweifelt versucht, ihre Tochter zu erreichen, holt sie die eigene Vergangenheit ein: Jahrzehnte zuvor wurde die Region durch einen brutalen Doppelmord erschüttert – ein Verbrechen, das Lucia nur durch Zufall nicht selbst zum Opfer machte und dessen Schuldgefühl sie bis heute begleitet.

Donatella Di Pietrantonio erzählt diese Geschichte langsam, beinahe tastend. Die Spannung entsteht nicht durch rasante Wendungen, sondern durch das, was unausgesprochen zwischen den Figuren steht. Vergangenheit und Gegenwart greifen immer wieder ineinander, bis sich nach und nach ein erschütterndes Bild von familiären Abhängigkeiten, patriarchalen Strukturen und der Zerbrechlichkeit menschlicher Beziehungen zusammensetzt.

Besonders beeindruckt hat mich, wie eng Landschaft und Figuren miteinander verwoben sind. Die rauen Abruzzen mit ihren verlassenen Bergdörfern, kargen Wäldern und steilen Felsen sind weit mehr als eine Kulisse – sie spiegeln die Enge, das Schweigen und die Unausweichlichkeit, die das Leben der Menschen prägen.

Trotz aller Schwere ist dies kein hoffnungsloser Roman. Er erzählt ebenso von der Kraft von Müttern und Töchtern, von Menschlichkeit und von der Möglichkeit, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen. Donatella Di Pietrantonio schreibt mit einer grossen sprachlichen Präzision und psychologischen Feinheit, ohne ihre Figuren je zu verurteilen.

Ein intensiver, atmosphärischer Roman, der zeigt, dass die Vergangenheit nie wirklich vergangen ist und Heilung oft dort beginnt, wo endlich ausgesprochen werden kann, was jahrelang verschwiegen wurde. @kunstmannantje @donatelladipietra
Es gibt Sätze, die machen hungrig! Nicht, weil sie Es gibt Sätze, die machen hungrig!
Nicht, weil sie von aufwendigen Menüs erzählen. Sondern weil sie uns an den Duft von frischem Brot erinnern, an dampfende Suppe, an Schokolade, die auf der Zunge schmilzt, oder an eine Wurst, die beim ersten Biss knackt.

Literatur kann das: Sie lässt uns schmecken, riechen und erinnern.

Genau daraus ist meine Literarische Schlemmerei entstanden. Während ich Geschichten und Texte rund ums Essen lese, geniessen die Gäste die passenden Speisen. Kein Gourmetmenü ist nötig – oft genügen Brot, Käse, Suppe oder Schokolade, um einen Abend zu schaffen, über den man noch lange spricht.

Das Format eignet sich für Bibliotheken, Firmenanlässe und private Feiern.

Welcher literarische Satz hat dir jemals das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen?

#Literatur #Lesung #Kulinarik #Bibliothek #Literaturvermittlung Bücher Schweiz Kulturveranstaltung Genuss Vorlesen
In Zeiten, in denen Einsamkeit längst zu einer der In Zeiten, in denen Einsamkeit längst zu einer der grossen gesellschaftlichen Herausforderungen geworden ist, erzählt Tanja Kokoska von ihrer vielleicht einfachsten und zugleich wirksamsten Gegenkraft: Nachbarschaft.

Der Roman versammelt die Bewohnerinnen und Bewohner einer gewöhnlichen Wohnsiedlung, wie es sie überall geben könnte. 1’583 Menschen leben Tür an Tür und wissen doch oft kaum etwas voneinander. Da ist Ina, die ihren Sohn allein grosszieht und sich nach einer Liebe sehnt, die diesmal wirklich hält. Herr Bello, der seine Leidenschaft für elegante Damenkleidung entdeckt. Frau Arslan mit ihren Gedichten in Pralinenschachteln. Oder Frau Kaiser, deren Erinnerungen langsam verblassen, deren Freude am Leben aber nicht.

Als bei Bauarbeiten eine Weltkriegsbombe gefunden wird und die gesamte Siedlung evakuiert werden muss, geraten die eingespielten Routinen durcheinander. Aus flüchtigen Blicken werden Gespräche, aus Fremden Nachbarn und aus Nachbarn manchmal sogar Freunde.

Tanja Kokoska erzählt mit grosser Wärme und einem feinen, nie aufdringlichen Humor. Jede Figur erhält ihre Würde, auch ihre Schrullen werden liebevoll betrachtet. Besonders berührend ist Herr Bello, dessen Freude an den Kleidern seiner verstorbenen Nachbarin nicht zum Gag wird, sondern zu einer Geschichte über Selbstannahme und die Freiheit, man selbst zu sein.

Gerade weil der Roman auf grosse Dramen verzichtet, entfaltet er seine Wirkung. Er erinnert daran, wie viel ein freundlicher Blick, ein kurzes Gespräch oder eine geöffnete Wohnungstür verändern können. Man schlägt das Buch zu und betrachtet plötzlich die Menschen im eigenen Treppenhaus mit etwas mehr Neugier und Wohlwollen.

Ein warmherziger Gesellschaftsroman, der zeigt, dass Verbundenheit oft nur eine einzige Begegnung entfernt ist. @dtv_verlag @kokoskatanja #lesetipp #roman #
Heute schon gescrollt? Heute schon gelesen? Los, Heute schon gescrollt? Heute schon gelesen? 
Los, schnapp Dir ein Buch! 
@buchbon.ch #buchliebe #bookstagramswitzerland #booktok #lesenistliebe
Im September startet meine nächste Tour der „Novit Im September startet meine nächste Tour der „Novitätenschauen“ durch die Bibliotheken. Wenn ihr Interesse habt: schnell melden - ich habe Ende September, Anfang November und Anfang Dezember noch einige freie Termine, danach erst wieder im Frühjahr mit dem nächsten Programm! #bibliothek @sgs_bibliosuisse #bibliosuissse #bücherei #buchliebe❤📖 #leseliebe
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